“Ist der Kontakt erst hergestellt,””I findet uns die Lösung.” Marshall B. Rosenberg
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Mediation: Das Wichtigste in Kürze
Was ist Mediation?
Mediation ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes. Die Konfliktparteien wollen mit Unterstützung einer dritten allparteilichen Person, dem/der Mediator/in, zu einer einvernehmlichen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Mediation stärkt die Konfliktkompetenz der Betroffenen. Sie behalten die Verantwortung für die Lösung ihres Konfliktes und werden darin gestärkt, ihre Interessen so zu vertreten, dass anderen dadurch kein Schaden zugefügt wird. Mediator/innen schaffen als ausgebildete, allparteiliche Dritte Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, damit Konfliktparteien ihre Konflikte bearbeiten und in einen konstruktiven Prozess der Auseinandersetzung treten können. Die Konfliktparteien erlangen dadurch die Fähigkeit, den Konflikt eigenverantwortlich, einvernehmlich und zum beiderseitigen Vorteil zu regeln. Die Grundlagen der Mediation haben interdisziplinäre Quellen u.a. in der Konflikt- und Verhandlungsforschung, in der Kommunikationswissenschaft und in der Humanistischen Psychologie. In Deutschland findet Mediation seit Beginn der neunziger Jahre immer mehr Anwendungsbereiche, z.B. bei Konflikten in Familien, in Politik und Wirtschaft, und in der Organisationsentwicklung. Wörtlich übersetzt bedeutet „Mediation“ Vermittlung. Gemeint ist die Vermittlung in Streitfällen durch unparteiische bzw. allparteiliche Dritte, die von allen Seiten akzeptiert werden. Die vermittelnden Mediatoren helfen den Streitenden, eine einvernehmliche Lösung ihrer Probleme zu finden. Aufgabe der Mediatoren ist es nicht, einen Schiedsspruch oder ein Urteil zu sprechen. Vielmehr liegt es an den Konfliktparteien selbst, eine ihren Interessen optimal entsprechende Problemlösung zu erarbeiten. Alle sollen durch die Übereinkunft „gewinnen“. Diese konstruktive Konfliktlösung wird durch das Mediationsverfahren ermöglicht. Sie kann selbst dann gelingen, wenn die Konfliktparteien in einer offenkundigen Sackgasse stecken und allein nicht mehr miteinander reden. Die Vermittler hören sich die Anliegen aller Beteiligten an, lassen sie ihre Gefühle ausdrücken und helfen bei der Klärung der eigentlichen Interessen der Konfliktparteien. In zunehmendem Maße stellen sie wieder eine direkte Verbindung zwischen den Streitenden her. Die Kontrahenten erfahren durch diese Vorgehensweise, welches die eigentlichen Probleme, Gefühle und Interessen der anderen Seite sind. Im geschützten Raum eines solchen Gesprächs können sie Verständnis und neues Vertrauen zueinander entwickeln und schließlich gemeinsam an einer Lösung ihrer Probleme arbeiten. Das Ziel ist eine Vereinbarung, die alle Konfliktparteien unterzeichnen und umsetzen.