“Ist der Kontakt erst hergestellt,””I findet uns die Lösung.” Marshall B. Rosenberg
Gewaltfreie Kommunikation
"Beobachten ohne zu bewerten ist die höchste Form der menschlichen Intelligenz." Krishnamurti
Der erste Schritt Ich bin mir klar über die Situation, die ich mit dem anderen besprechen möchte und teile ihm diese mit, ohne eine Beurteilung, Bewertung oder Interpretation in die Beschreibung einfließen zu lassen. Hier können Missverständnisse ausgeräumt werden, so dass allen Beteiligten verständlich ist, worum es eigentlich geht.
"Gefühle brauchen keine Berechtigung." Marshall B. Rosenberg
Der zweite Schritt Ich teile meinem Gesprächspartner meine Gefühle mit, denn sie sind die Grundlage für meine Entscheidung. Gefühle, besonders die, die auftreten, wenn meine Bedürfnisse nicht erfüllt sind, können wir uns vorstellen, wie eine Warnlampe im Auto - je eher wir darauf reagieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass kein Schaden auftritt. Es hat keinen Sinn, einfach das Kabel der Warnlampe zu durchtrennen. Damit nehmen wir ihr zwar die Energie, doch das Problem ist nicht gelöst. Gefühle sind die „Warnlampen“ unseres Körpers, die uns anzeigen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Die psychischen Empfindungen in unserem Körper sind die Energie, die uns verstehen lässt, welches unserer Bedürfnisse befriedigt oder nicht befriedigt ist und was wir brauchen, um dahin zu kommen, dass es uns besser geht.
"Je klarer wir wissen, was wir von anderen bekommen möchten, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich unsere Bedürfnisse erfüllen werden." Marshall B. Rosenberg
Der dritte Schritt Ich teile meinem Gesprächspartner mit, welche meiner Bedürfnisse nicht befriedigt sind. Dazu ist es notwendig, dass ich meine Bedürfnisse hinter den Gefühlen erkenne und akzeptiere. Mit Unterstützung durch das Training der Gewaltfreien Kommunikation kann ich die Tatsache wahrnehmen, dass das, was andere sagen oder tun, ein Auslöser für meine Gefühle sein mag, aber niemals ihre Ursache. Ich sehe, dass ich mich entscheiden kann, wie ich das, was andere sagen oder tun aufnehmen will und dass meine Gefühle aus meinen jeweiligen Erwartungen und Bedürfnissen in der aktuellen Situation entstehen. Urteile, Kritik, Diagnosen und Interpretation des Verhaltens anderer sind entfremdete Äußerungen unserer eigenen Bedürfnisse. Wenn ich meine Bedürfnisse direkt ausspreche, steigt die Chance, dass sie erfüllt werden.
Fortsetzung des Textes Fortsetzung des Textes
"Teile nie dein Herz, ohne mit einer gegenwärtigen Bitte zu enden." Marshall B. Rosenberg
Der vierte Schritt Wenn ich die ersten drei beschriebenen Schritte in einem Gespräch gehe, inspiriere ich meine Gesprächspartner zur Einfühlsamkeit. Der vierte Schritt folgt der Frage, um was ich andere bitten möchte. Ich bitte um Rückmeldungen oder Handlungen, die meine Bedürfnisse erfüllen können. Als erstes spreche ich aus, um was ich bitte, anstatt zu sagen, was ich nicht will. Bitten in klarer Handlungssprache zu formulieren, bringt das zu zutage, was ich wirklich will. Je klarer ich mir beim Sprechen über die Art der Resonanz bin, die ich mir wünsche, desto wahrscheinlicher ist es, dass ich sie auch bekomme. Als zweites entscheide ich mich dafür, um etwas zu bitten, anstatt eine Forderung an den anderen zu richten. Bitten, die nicht von den Gefühlen und Bedürfnissen des Bittenden begleitet werden, können wie eine Forderung klingen. Hört der Gesprächspartner eine Forderung, wird er eher darüber nachdenken, wie er sich vor uns schützen kann oder uns angreifen, als auf unsere Bitte einzugehen. Ich kann herausfinden, ob es sich um eine Bitte oder eine Forderung handelt, indem ich meine Reaktion beobachte, wenn meine Bitte nicht erfüllt wird: Es ist eine Forderung, wenn ich den anderen daraufhin kritisiere oder verurteile. Es ist eine Forderung, wenn ich möchte, dass der andere daraufhin Gefühle von Schuld oder Scham bekommt.
GFK
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